Was sind nun die Vorteile solcher Paddel für den Tourenpaddler?
Die Kraftersparnis: Aufgrund der geringeren Breite und dem Fehlen von großem Wasserwiderstand an den Paddelenden muss man weniger Kraft aufwenden, um vorwärts zu kommen. Vor allem im Geschwindigkeitsbereich von Tourenpaddlern (meist 5-8 km/h) strengt man sich wesentlich weniger an.
Geringe Windanfälligkeit: Die schmalen Paddel bieten eine geringe Windangriffsfläche, die ein Fahren in starkem Wind erleichtern oder ermöglichen, ohne die Gefahr, dass einem sein Werkzeug aus der Hand gerissen wird. Dabei ist es egal, ob der Wind von vorne, hinten oder von der Seite kommt.
Der Griff: Unverschränkt, ungekehlt und absolut symmetrisch werden Eskipaddel bei immer geradem Handgelenk und locker gehalten, ohne das irgendetwas verdreht werden muss. Die Belastungen des Handgelenks und damit verbundene Schwierigkeiten (Sehnenscheidenentzündungen) werden völlig vermieden.
Die Gewichtsverteilung: Eskipaddel kann man fast so leicht bauen wie moderne Hitech- Paddel. Aber egal welches Gewicht sie haben, ist die Gewichtsverteilung besonders zu erwähnen. Das Gewicht ist hier nämlich zentriert, d.h. der Großteil befindet sich zwischen den Händen, wo es nicht negativ wirkt, sondern positiv die Rotation unterstützt. Hat man erst mal die richtige Technik und spezielle Frequenz eines bestimmten Paddels herausgefunden, ist es fast wie bei einem Perpetuum Mobile! Es arbeitet beinahe von alleine. Die Kraft, die man dann noch zuspeisen muss, ist unglaublich gering.
Einfachheit und Vielseitigkeit: So ein Paddel ist übersichtlich, weil man immer weiß, wie man es in Händen hält. Wichtig vor allem bei schwierigen und plötzlichen Paddelmanövern und allen Arten der Eskimorolle! Automatisch liegt das Paddel immer richtig. Man kann jederzeit und blitzschnell seine Hände über die ganze Paddellänge verschieben. Toll bei radikalen Bogenschlägen und Bugrudermanövern! Für Paddelbrücken gibt es auch nichts einfacheres und besseres. Sowohl für die an Land als auch für die in´s Wasser (ja, auch das gibt es!). Und wenn man gerade über Steine oder Klippen sein Kajak zum Wasser trägt, hat man gleich einen Wanderstock, um sich abzustützen und somit für zusätzliche Balance und Trittsicherheit gesorgt!
Sicherheit: Holz hat einen hohen Auftrieb im Wasser. Daraus ergibt sich: leichtere Paddelbrücke ins Wasser. Durch ein oder auch beidseitige Paddelbrücke(Ausleger!) ins Wasser erfolgt eine enorme Stabilisierung des Kajaks, die ein Kentern fast unmöglich macht und vor allem Wiedereinstiege ins Boot zulässt! Durch die Einfachheit der Handhabung und den hohen Eigenauftrieb von Holz sind Eskimopaddel die erste Wahl bei Eskimorollen aller Art. Auch das Verbinden zweier oder mehrerer Kajaks am Wasser gelingt mit diesen Paddeln am Leichtesten, was bei kritischen Situationen sehr behilflich ist(Stabilisation!). Alle Berge- und Rettungstechniken sind möglich.
Gesundheit: Durch die geringere und gleichmäßigere Intensität der Belastung, die natürlicheren Paddelbewegungsabläufe und die damit verbundene Erleichterung der korrekten Körperhaltung halte ich das Paddeln mit Eskimopaddeln für die gesündeste Art, sich mit dem Kajak zu bewegen. Es verbessert die Körperrotation und damit die Kraftumsetzung enorm. Obwohl man mit diesen Paddeln auch steil fahren kann, begünstigen sie einen flachen Paddelstil. Man fährt mit tiefer Arm- und Handhaltung bei entspannten Schultern und Nacken. Belastungen der Hand-, Unterarm-, Oberarm-, Schulter- und Nackenmuskulatur werden minimiert. Die Rumpfmuskulatur mit ihren großen Muskelgruppen (Bauch-, Rücken-, Brust-, Gesäß- und Beinmuskeln) leisten die Hauptarbeit. Ein Ganzkörper- Workout im Ausdauerbereich!
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